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Weißburgunder – ein feinfruchtiger Weißwein

Weißer Burgunder - ein feinrassiger Wein

Der Weiße Burgunder, auch Pinot blanc oder Pinot bianco genannt, ist die hellste Mutation der Burgunder- Sorten. Er gehört zu den traditionellen Rebsorten in Frankreich, Österreich oder den Mittelmeerländern. Erst in den letzten Jahrzehnten verbreitet er sich in Deutschland, wo die Anbaufläche etwas über 3500 Hektar beträgt, davon in der Pfalz gut 800 Hektar. Der Forster Winzerverein bewirtschaftet etwa 1,2 Hektar dieser Weißwein- Sorte, also 1% seiner Fläche.

Geschichte

Der Weißburgunder dürfte sich im Mittelalter aus dem Spätburgunder und dem Grauburgunder entwickelt haben. Die Burgundersorten sind bekannt für ihre spontanen Mutationen. Urkundlich erwähnt wurde er als Pinot Blanc erstmals im 14. Jahrhundert. Der Weißburgunder ist nicht einfach zu kultivieren und erreichte nie die Bedeutung des Grauburgunder oder des Chardonnay. Bedingt durch die Klimaerwärmung, aber auch durch die Nachfrage nach feinfruchtigem Weißwein, wird er in Deutschland zunehmend beliebter und scheint in manchen Gebieten eine Alternative zum Riesling zu werden. An der Mittelhaardt, im Kernland des Riesling, gilt er aber noch als Nischensorte.

Sortenmerkmale und Ansprüche

Wie andere Burgunder- Sorten besitzt er rundliche, kaum eingeschnittene Blätter mit stumpfer Zähnung und V- förmiger Stielbucht. Die Blattoberseite ist auffallend blasig rau. Triebspitze und junge Blätter sind weiß behaart. Die zylinderförmige Traube besitzt nur wenig Schulteransatz. Die mittelgroßen, etwas ovalen Beeren stehen dicht gedrängt. Bei reichlich Niederschlag neigt die dünne Haut zum Aufplatzen, was gewissenhafte Laubarbeit und genaue Spritzungen erfordert. Die Beerenfarbe wechselt von grüngelb zu goldgelb bei guter Reife.

Der Weißburgunder liebt einen tiefgründigen, kalkhaltigen Standort mit guter Nährstoffversorgung. Er verträgt sogar eher Trockenheit und Hitze als der Riesling, dürfte also bei weiterer Erwärmung des Klimas für dessen Standorte interessant werden. Reifes Holz verträgt Winterfrost gut; allerdings besteht durch den frühen Austrieb erhöhte Gefahr bei Spätfrösten. Die Anfälligkeit gegen Pilzkrankheiten erfordert fachmännische Bekämpfung.

Wein- Charakteristik

Bei guter Witterung erzielt man hohe Mostgewichte und damit interessante Spät- oder Auslesen. Meist wird der Weißburgunder aber als trockener oder feinherber Kabinett ausgebaut. Seine frische Säure und das feine, oft etwas verhaltene Bukett lassen seine Fangemeinde ständig wachsen.  Typisch für den blassgelb im Glas stehenden Weißburgunder ist der leicht nussige Geschmack. Fachleute erinnert er aber auch an Apfel, Birne, Quitte, Zitrone und Ananas.

Genuss

Die feinrassige Säure und das zurückhaltende Bukett machen den Weißburgunder zum idealen Begleiter vieler Menüs. Besonders passt er zu Meeresfrüchten und Fisch sowie zu Kalb- und Schweinefleisch. Spätlesequalitäten lassen sich auch mit kräftigen Speisen kombinieren. Gut gekühlt ist er ein hervorragender Wein zum Genießen an warmen Tagen.

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