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Spätburgunder oder Pinot Noir - edler Rotwein mit langer Tradition

Spätburgunder oder Pinot Noir - Wein für gehobene Ansprüche

Den Spätburgunder oder Pinot Noir nennt man gern den Riesling unter den Rotweinen, da er qualitativ hochwertigen Wein entstehen lässt, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut. In Deutschland sind mit diesem Rotwein knapp 12000 Hektar bestockt, davon fast die Hälfte in Baden, wo er die wichtigste Rebsorte darstellt. In der Pfalz wird er auf ca. 1600 Hektar angebaut. Im Forster Winzerverein hat er einen Flächenanteil von 3,5% und liegt gleichauf mit dem St. Laurent.

Geschichte

Der Spätburgunder scheint eine der ältesten Rebsorten in Mitteleuropa zu sein; schon aus römischen Quellen erfahren wir, dass eine solche Rebsorte in Burgund angebaut wurde. Man vermutet, dass der Spätburgunder Nachfahre einer Jahrtausende alten Wildrebe ist. Karl der Dritte führte die Sorte unter dem Namen „Clävner“ 884 am Bodensee ein. Bis heute wird sie gelegentlich in Baden noch als „Klevner“ bezeichnet. Man vermutet, dass der Spätburgunder zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert aus Burgund in die Pfalz und an die Ahr kam. Im 19. Jahrhundert stieg sein Ansehen, da man ihn damals  gern zur Sektherstellung verwendete. Inzwischen ist er in fast allen Weinbau treibenden Ländern vertreten. Mit dem Rotwein- Boom in den vergangenen Jahrzehnten wurde der Spätburgunder auch bei uns zu einer beliebten Edelwein- Sorte.

Sortenmerkmale und Ansprüche

Triebspitze und Jungblätter tragen eine starke weißliche Behaarung. Die runden, mittelgroßen Blätter sind meist dreilappig und stumpf gezähnt; sie besitzen eine V- förmig offene Stielbucht. Die Blattoberfläche zeigt sich blasig strukturiert. Die nicht allzu großen Trauben sind walzenförmig, meist ohne Schulter und gedrungen. Sie bestehen aus rundlichen Beeren mit dünner Schale, die im Reifezustand blau bis dunkelviolett leuchten. Die dünne Haut und der kompakte Wuchs machen die Trauben anfällig gegen Aufplatzen und anschließende Fäulnis. Auch die verschiedenen Fruchtfliegen haben ein leichtes Spiel neueerdings vor allem die Kirschessigfliege. Konsequente Pilzbekämpfung und Entblätterung der Traubenzone können dem entgegen wirken.

Ähnlich wie der Riesling besitzt der Spätburgunder eine gute Frosthärte im Winter; gegen Spätfröste ist er wegen des raschen Austriebs allerdings empfindlich. Er stellt hohe Ansprüche an seinen Standort und das Kleinklima. Am besten wächst er in typischen Riesling- Lagen, also auf begünstigten Südhängen und mineralreichen Böden mit guter Kalkversorgung. Sorgfältige Laubarbeit und Schädlingsbekämpfung sind unabdingbar.

Wein- Charakteristik

Das samtig- weiche Bukett und die milde Säure des Spätburgunder kommt dem Geschmack vieler Weinliebhaber entgegen. Fachleute loben den milden Duft von Erdbeere, Kirsche und Brombeere, oft auch einen Hauch von Mandel oder Vanille. Der Forster Winzerverein präsentiert seinen Rotwein durchweg in trockener Geschmacksrichtung, also mit wenig natürlicher Restsüße. Das betrifft auch den Spätburgunder und den Spätburgunder Rosé, ebenso den „Blanc de Noirs“, der sich steigender Beliebtheit erfreut. Dabei werden die gesunden Spätburgunder- Trauben sofort schonend abgepresst; so erhält man einen feinen, fruchtigen Weißwein, im Glas mit einem Anflug von rosa. Wir greifen auch die alte Tradition der Sektherstellung aus Spätburgunder auf und präsentieren einen Rosé- Sekt in Flaschengärung.

Genuss

Spätburgunder ist ein wunderbarer Wein zum Genießen im volumenreichen Rotweinglas, am besten bei 16 bis 18 Grad. Ausgezeichnet harmoniert er mit verschiedenen Käsesorten. Er passt auch gut als Begleiter zu Schmorbraten oder Wildspezialitäten, vor allem wenn auch die Soßen durch ihn verfeinert wurden. Ein gehaltvoller Spätburgunder lässt sich beispielsweise auch zu Ente reichen, während leichtere Varianten und Weißherbst zu Fisch und leichtem Geflügel serviert werden können.

 

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