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Silvaner – ein herzhafter Weißwein

Silvaner - ein herzhafter Wein

Der Silvaner (selten Sylvaner) zeichnet sich durch eine milde Säure und eine feine Blume aus. Früher als unkomplizierter Trinkwein geschätzt, wird er heute noch auf 5% der deutschen Rebfläche angepflanzt. Nur in Franken gehört er mit 23% zu den Haupt- Weißwein- Sorten. Der Flächenanteil des Silvaner beträgt beim Forster Winzerverein knapp 0,5%.

Geschichte

Der Silvaner wurde im 17. Jahrhundert aus Österreich eingeführt. Daher nannte man ihn früher bei uns „Österreicher“. In Franken verbreitete er sich rasch und verdrängte alte Rebsorten. In die Pfalz kam er später unter dem Namen „Franken“. Diese Bezeichnung war bei uns bis in die 60er Jahre üblich. Damals pflanzte man gern Silvaner mit Riesling zusammen. Der Anbau dieses „gemischten Satzes“ war bis in die Nachkriegszeit  auch im Forster Winzerverein  vorgeschrieben und von der Verwaltung überwacht. Dabei galt die Regel: Je hochwertiger die Weinlage, desto mehr Riesling musste der gemischte Satz enthalten. Damit nahm man dem Riesling in ungünstigen Jahren die zu hohe Säure und minderte Ernteausfälle durch Verrieseln in der Blüte. Das Streben nach höherer Weinqualität und das Bezeichnungsrecht nach 1970 ließen den gemischten Satz aussterben. Als unkomplizierter Weißwein wurde der Silvaner vom Müller-Thurgau abgelöst, der bei einfacherem Anbau höhere Erträge bringt. Im Riesling- Gebiet an der Mittelhaardt ist der Silvaner inzwischen ein Nischen- Produkt.

Sortenmerkmale und Ansprüche

Der Silvaner besitzt rundliche, wenig eingebuchtete Blätter, die nur leicht gezähnt sind. Das Laubwerk erscheint in einem hellen Grün; die jungen Triebe und die Spitzen sind gelbgrün und stark behaart. Die kompakte Traube ist zylinderförmig und wenig geschultert. Die runden Beeren zeigen sich bei guter Reife in einem leuchtenden Gelbgrün mit kleinen braunen Punkten. Sie schmecken gerade wegen der milden Säure ausgesprochen gut. Der Silvaner ist etwas früher als der Riesling reif. Neben dem grünen Silvaner gibt es auch roten und blauen Silvaner; diese Sorten sind bei uns ohne Bedeutung.

Da der Silvaner für Pilzkrankheiten anfällig ist, benötigt er gut abgestimmte Spritzungen und sorgfältige Laubarbeit. Ähnlich wie der Müller-Thurgau ist er empfindlich gegen starken Winterfrost. Er benötigt schweren und fruchtbaren Boden; gegen Trockenheit ist er sehr empfindlich. Er ist blütefest und neigt zu hohem Ertrag, sollte also maßvoll angeschnitten und ggf. ausgedünnt werden, um gute Qualität zu erzielen.

Wein- Charakteristik

Der Silvaner liefert Weißwein mit milder Säure, feinem Bukett und meist heller Farbe. Allerdings wird er stark vom Terroir beeinflusst. Feuchte Lehmböden lassen eher einfache, klare Weine entstehen, während mineralische Böden bei reduziertem Ertrag auch vollmundige Spitzenweine hervorbringen.

Genuss

Der Silvaner eignet sich hervorragend als Schoppenwein und für Weinschorle. Gern bietet man ihn im Frühsommer zu Spargel an; „Spargelwein“ wurde in den letzten Jahren zu einem festen Begriff. Mineralische, kräftige Weine passen auch gut zu regionalen Speisen wie z.B. einem Pfälzer Teller.

 

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