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Merlot – ein weltweit beliebter Rotwein

Merlot - ein geschmeidiger Wein

Die ursprünglich aus Frankreich stammende Rebe zählt weltweit zu den am meisten angebauten Rotwein-  Sorten mit geschätzten 200000 Hektar. In Deutschland beträgt die Fläche ca. 450 Hektar mit steigender Tendenz, in der Pfalz gut 200 Hektar. Der Forster Winzerverein bewirtschaftet einen Merlot- Weinberg mit ca. 2 Hektar.

Geschichte

Zur Herkunft ist wenig bekannt; Quellen aus dem Mittelalter lassen den Merlot nicht eindeutig erkennen, legen aber nahe, dass er in Bordeaux angebaut wurde. Um 1800 taucht erstmals der Name Merlot auf. Er soll auf das französische Wort „merle = Amsel“ zurückgehen, da die Amseln dieser frühreifen und wohlschmeckenden Rebsorte besonders zugetan sind; manche führen den Namen auf die schwarzglänzende Farbe der reifen Trauben zurück, die dem Amselgefieder ähnelt. Im 19. und 20. Jahrhundert verbreitete sich der Merlot weltweit. In Deutschland ist er erst seit 1997 zugelassen.

Sortenmerkmale und Ansprüche

Die behaarten Triebspitzen zeigen rötliche Ränder, die Jungblätter weißen Flaum. Die großen, kräftig grünen Blätter sind fünflappig und stark eingebuchtet mit offener Stielbucht. Die Ränder sind ungleichmäßig gezähnt. Die mittelgroßen Trauben haben meist ausladende Schultern und sind oft verzweigt. Die runden, nicht allzu großen Beeren besitzen eine dünne, empfindliche Haut, was trotz des lockeren Sitzes zur Fäulnisbildung beitragen kann. Sie glänzen im Herbst blauschwarz.

Das starke Wachstum der Rebstöcke erfordert einen maßvollen Anschnitt und sorgfältige Laubarbeit, vor allem in schweren Böden mit guter Wasserversorgung, die der Merlot liebt. Wegen des frühen Austriebs besteht Gefahr bei Spätfrost. Bei kaltem Blütewetter neigt der Merlot zum Verrieseln. Da die Reife früh einsetzt, gedeiht er auch auf kühleren Standorten. Gesundes Lesegut bringt hohe Öchslegrade. Allerdings macht neuerdings die Kirschessigfliege dem Merlot wie allen Rotwein- Sorten zu schaffen, so dass es oft nötig ist, die Weinberge schnell zu ernten, auch wenn durch längeres Reifen höhere Qualitäten erzielbar wären.

Wein- Charakteristik

Der Merlot entwickelt sich zu einem rubinroten bis dunkelroten Wein, der wegen des geringen Tanningehalts und der milden Säure sehr bekömmlich ist. Er ist wie geschaffen für den Wein- Neuling. Fachleute schmecken aus seinem breit gefächerten Bukett Nuancen von Pflaume, Schwarzkirsche, Schwarzer Johannisbeere, zum Teil auch von Nelke und Schokolade. Hohe Qualitäten eignen sich darüber hinaus für den Ausbau im Barrique- Fass. Weltweit dient der Merlot als wichtiger Bestandteil von Rotwein- Cuvées. Auch der Forster Winzerverein bietet zwei Spezialitäten dieser Art: das trockene „Cuvée Isabell“ und die im Barrique gereifte „Edition Kiefer“. Daneben führen wir auch den sortenrein ausgebauten trockenen Merlot Kabinett, einen geschmeidigen, samtigen Rotwein mit wenig Säure und kräftigem Alkohol.

Genuss

Der Charakter des Merlot bestimmt auch seine Verwendung: Als Kabinettwein erfrischt er dezent gekühlt eine gesellige Runde oder eignet sich als Begleiter zur leichten Küche. Schwerer, im Barrique gereifter Merlot passt zu kräftigen Fleisch- und Wildgerichten, vor allem wenn die Soßen damit verfeinert sind. Auch Thunfisch oder würziger Käse harmoniert vorzüglich mit einem kräftigen Merlot.

 

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