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Kerner – ein kerniger Weißwein

Kerner - ein saftiger Schoppenwein

Die Neuzüchtung Kerner erfreute sich in den siebziger Jahren wachsender Beliebtheit. Der „kleine Bruder des Riesling“ verlor dann aber wieder an Bedeutung. In Deutschland wird diese Weißwein- Sorte auf etwa 4% der Rebfläche angebaut. Der Flächenanteil beträgt im Forster Winzerverein knapp 1%. Wir bieten Ihnen einen sehr duftigen Kerner halbtrocken in der Literflasche an.

Geschichte

In Lauffen am Neckar entstand der Kerner 1929 als Kreuzung von rotem Trollinger und weißem Riesling, dessen Merkmale dominieren. Zunächst wurde er nach seinem Züchter „Weißer Herold“ genannt; seinen heutigen Namen erhielt er später zu Ehren des Weinsberger Dichters Justinus Kerner. Die Rebsorte wurde 1969 in die Sortenliste eingetragen. Sie wurde schnell beliebt, da sie etwas höhere Öchslegrade als der Riesling erreicht und einen stabileren Blüteverlauf hat. Damals standen Winzer und Verbraucher Neuzüchtungen sehr aufgeschlossen gegenüber. Gerade an der Mittelhaardt in der Pfalz besann man sich aber bald wieder auf den Riesling als die charakteristische Weißwein- Sorte.

Sortenmerkmale und Ansprüche

Die mittelgroßen Blätter des Kerner sind fünflappig, stark eingebuchtet und gezähnt. Die Triebspitzen sind weiß behaart. Die recht große Traube erscheint stark geschultert und besteht aus mittelgroßen grüngelben Beeren mit dicker Schale. Der Kerner wächst stark und bildet viele Geiztriebe; daher erfordert er eine sorgfältige Laubarbeit. Gegen Mehltau und Schwarzfleckenkrankheit ist er anfällig, so dass die Bekämpfung gewissenhaft erfolgen soll. Auch epochal auftretende Viren machen ihm zu schaffen.

Der Kerner liebt mittelschwere Böden; gegen Trockenheit und Staunässe ist er gleichermaßen empfindlich. Austrieb und Reifezeit entsprechen denen des Riesling. Bei später Ernte liegen die Mastgewichte sogar höher. Gegen Winterfröste ist der Kerner wenig empfindlich. Auch der Blüteverlauf ist meist problemlos.

Wein- Charakteristik

Der Kerner ähnelt dem Riesling, seinem dominierenden Elternteil. Er zeichnet sich durch ein harmonisches Verhältnis von Alkohol und Säure aus. Von seinem anderen Vorfahren, dem Trollinger, hat er zwar nicht die rote Farbe geerbt, doch er präsentiert sich im Glas meist in einem kräftigen Gelb. Sein fruchtiges, aromatisches Bukett spielt er mehr in den Vordergrund als der  zurückhaltende Riesling. Es erinnert an Birne, Apfel, Johannisbeere und Aprikose. Oft macht sich auch ein feiner Muskatton bemerkbar.

Genuss

Nach wie vor gilt der Kerner als vollmundiger Schoppenwein, vor allem unser halbtrocken ausgebauter Wein in der Literflasche. Auch für Schorle eignet er sich wegen der harmonischen Säure bestens. Er passt vorzüglich zu Salaten und leichten Speisen wie Fisch, Geflügel, Kalbfleisch oder Lamm. Auch mit mildem und leicht würzigem Käse harmoniert der Kerner.

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