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Gewürztraminer – ein Weißwein mit duftendem Bukett

Gewürztraminer - ein aromatischer Wein

Der Rote Traminer oder Gewürztraminer ist wegen seines würzigen, vielfältigen Aromas eine Besonderheit unter den traditionellen Rebsorten, gilt aber als Wein für Liebhaber. Dies zeigt auch seine geringe Verbreitung: In Deutschland werden nur ca. 850 Hektar angebaut, davon in der Pfalz ca. 350 Hektar. Im Forster Winzerverein beträgt der Flächenanteil knapp 1%.

Geschichte

Der Ursprung des Roten Traminer könnte in Südosteuropa liegen; vielleicht ist er aber auch aus mitteleuropäischen Wildreben mutiert. Nachgewiesen wurde er im 11. Jahrhundert in Tramin in Südtirol, in Deutschland nach 1500. Damals pflanzte man ihn gern im gemischten Satz zum Riesling, da er diesen mit seiner milden Säure und seinem starken Bukett harmonisch abrundete. Übrigens gibt es in Rhodt in der Pfalz einen Traminer- Weinberg, der ca. 400 Jahre alt ist! Vor allem wegen des schwierigen Anbaus und der mangelnden Ertragssicherheit wurde der Gewürztraminer  nie großflächig angebaut, obwohl gerade die Obrigkeit ihn besonders schätzte. Aus Forst, einem typischen Riesling- Gebiet, sind aus der Nachkriegszeit einige Parzellen in Erinnerung, die oft mehrere Jahre wenig Ertrag brachten, dann aber mit Spitzenweinen aufwarteten. Neuere Klone sind zwar blütefester. Doch die Verbraucher fragen heute wenig nach schweren, bukettreichen Weinen, so dass der Gewürztraminer ein Nischendasein führt. Große Erfolge bei Wettbewerben zeugen allerdings von seiner Beliebtheit bei einer speziellen Fangemeinde.

Sortenmerkmale und Ansprüche

Die dunkelgrünen Blätter sind recht klein, von runder Form und stumpf gezähnt. Sie sind meist dreilappig und zeigen eine fast geschlossene Stielbucht. Vor allem die Blattunterseite ist stark behaart. Die Triebspitzen fallen durch dichte Behaarung und rötliche Ränder auf. Die Traube besitzt einen kurzen Stiel und eine ausgeprägte Schulter. Sie wirkt kompakt und besteht aus kleinen, etwas länglichen Beeren mit auffallend fester Haut. Während der Reife färben sie sich von goldgelb nach rosa bis braunrot. Sie schmecken süß und besitzen ein besonders würziges Aroma. Das feste Holz reift gut aus und ist wenig empfindlich gegen Winterfrost. Der schon erwähnte Schwachpunkt beim Gewürztraminer ist die Gefahr der Verrieselung, wenn kein ideales Blütewetter herrscht. Moderne, abgestimmte Unterlagen und Klone minimieren diese Gefahr allerdings.

Der Rote Traminer liebt einen warmen, tiefgründigen und nicht zu trockenen Boden. Dessen Mineralität wirkt sich stark auf den Charakter des Weines aus. Wegen der starken Geiztriebbildung ist sorgfältige Laubarbeit erforderlich. Die Entblätterung der Traubenzone beugt in Verbindung mit exakten Spritzterminen dem Faulen des Lesegutes vor.

Wein- Charakteristik

Gesunde, reife Trauben sind Voraussetzung für die Entstehung des typischen würzigen Buketts, das an Rosenduft, aber auch an Veilchen, Quitte, Marzipan oder Maracuja erinnern kann. Da hohe Öchslegrade erreicht werden, entwickelt sich ein gehaltvoller, alkoholreicher Wein, der goldgelb im Glas funkelt. Bei ungünstiger Witterung oder bei hohem Ertrag entstehen auch einfachere, bekömmliche Trinkweine.

Genuss

Der betörende Duft, der vollmundige Geschmack und die milde Säure prädestinieren den Gewürztraminer zum bedächtigen Genießen. Früher bezeichnete man ihn gern auch als „Frauenwein“. Gerade hohe, edelsüße Qualitätsstufen eignen sich hervorragend als Aperitiv und als Begleiter zu Desserts oder würzigen, fettreichen Käsespezialitäten. Trockene, schlankere Gewürztraminer passen gut zu Wildpasteten, Geflügel oder würzigen Ragouts.

 

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