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Chardonnay, ein weltweit beliebter Weißwein

Chardonnay - ein Wein für alle Gelegenheiten

Ähnlich wie der Riesling gilt der Chardonnay als edle, hochwertige Weißwein- Sorte. Seit gut zwanzig Jahren erfreut er sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Allerdings bedeuten die hier angebauten ca. 1100 Hektar nur 1 % der deutschen Rebfläche. Er gilt im Anbau als unkompliziert und ist daher in fast allen Anbaugebieten der Welt zu finden. Ähnlich wie der Riesling eignet er sich hervorragend als Grundwein für Sekt.

Geschichte

Der Chardonnay zählt zu den sehr alten Rebsorten. Er stammt aus dem Vorderen Orient und wurde wahrscheinlich von den Römern in Südeuropa verbreitet. Der Name dürfte auf den kleinen Ort Chardonnay im Burgund zurückgehen. Dort waren schon im Mittelalter die Klöster für seine Ausbreitung maßgeblich. Sein Name steht für große französische Weine. Zu Beginn der 90er Jahre wurde der Chardonnay in Deutschland zugelassen und verbreitet sich langsam, aber stetig. Seit dem Jahr 2000 verfügt auch der Forster Winzerverein über einige Parzellen und baut die Trauben zu einem trockenen Weißwein sowie einem Chardonnay- Sekt brut aus, der sehr beliebt ist.

Sortenmerkmale und Ansprüche

Die Blätter leuchten in einem hellen Grün und sind kaum gebuchtet; meist erscheinen sie dreilappig mit stumpfer Zähnung. Typisch ist eine V- förmige Bucht am Stielansatz. Die Geiztriebe fallen durch  tiefe Einbuchtungen auf. Die Triebspitzen und die jungen Blätter sind anfangs weißlich behaart, verlieren die Behaarung aber bald. Die Trauben haben meist eine zylindrische Form ohne markante Schulter. Die grüngelben Beeren sind klein bis mittelgroß und stehen recht kompakt, was die Fäulnisbildung begünstigt, vor allem bei hoher Wasserversorgung in der Erntezeit, die etwas vor dem Riesling liegt.

Neuere DNA- Untersuchungen legen nahe, dass der Chardonnay aus einer natürlichen Kreuzung von Pinot und Gouais Blanc entstand. Er ist ähnlich wie der Riesling winterfest, sein ausgereiftes Holz ist sogar noch etwas härter. Da er früh austreibt, ist die Gefahr bei Spätfrösten hoch; frostgefährdete Lagen sind daher tabu. Er fordert günstiges Blütewetter, sonst besteht Verrieselungsneigung. Sorgfältige Laubarbeit und Krankheitsbekämpfung sind erforderlich, ähnlich wie bei den Burgunder- Sorten. Die dünne Beerenhaut begünstigt Botrytisbildung im reifen Zustand; daher ist eine Entblätterung der Traubenzone sinnvoll. Die in den letzten Jahrzehnten vermehrt auftretenden Viruskrankheiten machen dem Chardonnay auch zu schaffen.

Der Chardonnay liebt Standorte wie viele Burgundersorten und eignet sich hervorragend zum Anbau in Riesling- Lagen. Gerade die tiefgründigen, kalkhaltigen Forster Böden und das warme Klima kommen ihm entgegen. Doch gerade hier hat er es schwer, sich gegen die Traditionssorte Riesling durchzusetzen.

Wein- Charakteristik

Der Chardonnay bringt wie der Riesling hochwertigen Weißwein hervor., bei gutem Standort mit reichlich Alkohol und Extrakt. Dann gilt er als stoffig und körperreich und überrascht mit einer Fülle von Geschmacksnoten wie exotischen Früchten, Äpfeln oder Honigmelonen und erinnert etwas an Walnüsse. Gesundes, relativ früh geerntetes Lesegut bildet einen hervorragenden Grundwein für unseren Chardonnay- Sekt brut.

Genuss

Frischer, junger Chardonnay- Weißwein ist ein herrlicher Trinkwein auch an heißen Tagen. Höhere Qualitäten mit viel Extrakt passen vorzüglich zu Meeresfrüchten und Fisch, gerade wenn Butter und Sahne im Spiel sind. Bei Kalb- und Schweinefleisch ist ein frischer Chardonnay eine gute Wahl; allerdings sollte das Gericht nicht stark gewürzt sein, da der Wein Gewürze verstärkt. Die vielfältigen Bukettstoffe des Chardonnay entfalten sich im großen Glas bei nicht zu tiefer Temperatur am besten.

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