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Wein als Sonderedition vom Weingut Dr. Pioth

Bericht aus der RHEINPFALZ, Neustadter Ausgabe vom 30. November 2007 

Wein Sonderedition Dr. Pioth

Winzerverein will "im Topsegment" wachsen

Forst: Weinberge des ehemaligen Guts Dr. Pioth gepachtet - 100.000 Flaschen kommen als Sonderlinie auf den Markt.

Der Forster Winzerverein hat seine bewirtschaftete Fläche auf 120 Hektar erweitert. Hinzugekommen sind rund 13 Hektar des ehemaligen Weingutes Dr. Pioth. Die Weine von diesen Rebflächen kommen in diesem Jahr erstmals auf den Markt: Es sind 100.000 Flaschen der „Edition Dr. Pioth", berichtet Geschäftsführer Dietmar Bonn.

Die gepachteten Flächen werden von sieben Mitgliedswinzern der Genossenschaft bewirtschaftet. „Es sind Superlagen", schwärmt Bonn, unter anderem Forster Ungeheuer, Musenhang und Deidesheimer Herrgottsacker. Ganz überwiegend wächst dort Riesling. Der Winzerverein hat dafür auch seinen Keller mit Edelstahltanks etwas erweitert. Ein ehemaliger Gaststättenkeller wurde dafür ausgeräumt, alte Fässer, die nicht mehr brauchbar waren, entsorgt.

Das Weingut Dr. Pioth ist nach dem Chirurgen Joseph Pioth benannt, der sich in den 30er Jahren einen großen Wunsch erfüllte, indem er  ein Forster Weingut kaufte und einen eigenen Verwalter einsetzte. Später wurden die Weinberge an mehrere Weinbaubetriebe verpachtet, bevor jetzt der Forster Winzerverein das Bewirtschaften übernahm. Diesem kam das Wachstum gerade recht. „Wir wollten zulegen, aber im Topsegment", informiert Dietmar Bonn. Die Nachfrage lässt ihn hoffen, dass die Edition ankommt: Innerhalb von zwei Wochen wurden bereits 5000 Flaschen verkauft.

Die Edition Dr. Pioth ist die zweite Sonderlinie des Forster Winzervereins. Seit 1999 werden Weine von Flächen des Weingutes Mossbacherhof an- und ausgebaut, um dann als Selektion mit deutlicher Ertragsreduzierung vermarktet zu werden. Diese hat sich in den acht Jahren „sehr gut im Sortiment etabliert", berichtet Bonn.

Mit der neuen Edition setzt der Winzerverein wie bisher auf Privatkundschaft. 45 Prozent gehen an Gastronomie und Fachhandel. Insgesamt verkauft der Winzerverein 1,2 Millionen Flaschen pro Jahr. Und zwar so erfolgreich, dass jetzt nur noch Wein aus dem 2007er Jahrgang gefüllt wird. Die Weine des Jahrgangs 2006 sind bereits verkauft. Über das Forster Weinkontor wird Wein zugekauft. Im vergangenen Jahr waren dies zum Beispiel 200.000 Liter.

Mit der derzeitigen Größe des Winzervereins ist Dietmar Bonn zufrieden; er hat weder Interesse daran, den Lebensmittelhandel zu beliefern, noch sieht er Bedarf, mit anderen Genossenschaften zu fusionieren. Und in die Zukunft sieht er zuversichtlich: „Unter unseren Mitgliedern sind auch junge Vollerwerbswinzer". Zur Auszahlung an die Mitglieder nennt Bonn keine konkreten Zahlen, erklärt aber, dass der Winzerverein damit „mit an der Spitze der pfälzischen Winzergenossenschaften liegt".

Der Winzerverein beschäftigt acht Vollzeit- und vier Teilzeit-Mitarbeiter sowie einen kaufmännischen Auszubildenden. „Der Betrieb ist bei uns stark rationalisiert" sagt Bonn. Abfüllung und das Einpacken der Flaschen laufen automatisch. Der Geschäftsführer: „So können wir uns auf den Service am Kunden konzentrieren. Wir beraten ihn, räumen sein Leergut aus dem Wagen, bringen die Flaschen wieder hin." Auf den Besuch von Messen verzichten die Forster Winzer. Bonn: „Lieber fahre ich zu einem wichtigen Kunden selbst hin und pflege den persönlichen Kontakt, das bringt mehr."

Forster Winzerverein eG
Weinstraße 57
67147 Forst

Fon: +49 6326 306
Fax: +49 6326 1391
E-Mail: info@forster-winzer.de

Öffnungszeiten Forster Winzerverein:
Montag - Freitag: 8.00 - 18.00 Uhr durchgehend
Samstag: 9.00 - 13.00 Uhr

Weinverkaufsstelle Marie Luise Doll in Forst:
Täglich, auch samstags, sonntags, feiertags und nach Geschäftsschluss