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Vorwort

Forster Winzerverein von 1918 bis heute – eine Zeit, angefüllt mit Arbeit, Entbehrung und Mühe, aber auch voll Hoffnung und Freude in einem ereignisreichen Jahrhundert. Was bewog unsere Vorfahren gegen Ende des 1. Weltkrieges eine Genossenschaft zu gründen? Wie sah ihr Alltag aus und welche Probleme hatten sie zu meistern? Wie brachten sie ihren Verein voran in der Auseinandersetzung mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung, immer angewiesen auf die Gunst des Wetters?

Es ist sicher ein Glücksfall, dass der Forster Winzerverein die Protokolle der Generalversammlungen und der Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen von 1918 an fast lückenlos aufbewahrt hat, was auch die Wertschätzung beweist, die unsere Vorfahren ihrer Genossenschaft entgegenbrachten. Vielleicht ist es gerade jetzt sinnvoll diese Texte durchzusehen, weil nur noch wenige die deutsche Schrift lesen können und sich noch an Personen und Ereignisse von damals erinnern. Natürlich kann man bei der Fülle von annähernd tausend Seiten Aufzeichnungen vom Gründungsjahr bis heute nur die wichtigen Ereignisse und Entwicklungslinien nachzeichnen; es sollen aber immer wieder die handelnden Personen selbst zu Wort kommen, in Zitaten, die manchmal schmunzeln lassen, zuweilen aber auch menschlich berühren.

So lassen uns diese Aufzeichnungen heute teilnehmen an den kleinen und großen Problemen des Alltags im Forster Winzerverein und an den Herausforderungen der jeweiligen Zeit. Wir erfahren so manches über die Besonderheiten der Weinjahrgänge, über erzielte Preise und die bescheidenen Löhne, über Festlichkeiten im Saal und die immer wiederkehrende Frage nach dem richtigen Gastwirt, über die verschiedenen Bauvorhaben und die technische Ausstattung des Betriebes, über eine möglichst gerechte Klasseneinteilung der Wingerte und über Strafen gegen uneinsichtige Mitglieder, durchgängig aber über das Qualitätsstreben und den Stolz unserer Winzer auf ihren Wein und die berühmten Weinlagen von Forst.

Wenn wir heute betrachten, welchen Stellenwert der Forster Winzerverein mit seinen Produkten unter Genossenschaften und Weinerzeugern einnimmt, so dürfen wir ebenfalls mit Stolz, vor allem aber mit Dankbarkeit zurückblicken auf das Erreichte, das ohne die Arbeit und die Ideen unserer Vorfahren nicht möglich gewesen wäre. Deren Andenken wach zu halten und der Jugend Ansporn zur Weiterführung dieser Arbeit zu geben, dazu möchte diese kleine Chronik beitragen.

Besonderer Dank gilt allen, die mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen und durch ihr Engagement bei der Erstellung von Text, Bildmaterial und Gestaltung das Entstehen dieser Chronik unterstützten.

Forst, 2014

Werner Lucas

Forster Winzerverein eG
Weinstraße 57
67147 Forst

Fon: +49 6326 306
Fax: +49 6326 1391
E-Mail: info@forster-winzer.de

Öffnungszeiten Forster Winzerverein:
Montag - Freitag: 8.00 - 18.00 Uhr durchgehend
Samstag: 9.00 - 13.00 Uhr

Weinverkaufsstelle Marie Luise Doll in Forst:
Täglich, auch samstags, sonntags, feiertags und nach Geschäftsschluss